Pakistan
Im Norden Pakistans treffen vier große Gebirgszüge aufeinander:
Hindukusch (Tirich Mir, 7 690 m), Himalaya (Nanga Parbat, 8 126 m), Karakorum (K 2, 8 611 m) und Pamir, bzw. die Grenzgebirge zu Afghanistan und Iran. Mehr als ein Drittel des Landes nimmt das Industiefland ein, wo auch 80 % der Gesamtbevölkerung leben.

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Quelle: www.wikipedia.de

Große Probleme des Landes sind die hohe Geburtenrate (das Bevölkerungswachstum beträgt 2.41 %), die starke Abwanderung von Akademikern sowie – als Folge des Afghanistan-Krieges – noch etwa 2,2 Mio Flüchtlinge. Pakistan ist das, was man ein Entwicklungsland nennt, und zwar eines der ärmeren. Die Lebenserwartung beträgt 64 Jahre, die Säuglingssterblichkeit 84 pro 1000, die Analphabetenrate 57 %. Eine allgemeine Schulpflicht besteht nicht.
Andererseits kann das Land auf eine mehr als 1000 jährige Kultur zurückblicken. Unzählige kulturelle sowie landschaftliche Sehenswürdigkeiten machen Pakistan zu einem interessanten Ziel für Touristen. Dies gilt besonders für den Norden des Landes, also die Gebirgsregionen.


Baltistan

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Baltistan ist eine der am wenigsten entwickelten Regionen der Erde. Die Hälfte der etwa 400 000 Baltis lebt unterhalb der Armutsgrenze, und jeder fünfte Balti ist hochgradig unter- oder mangelernährt. Im Durchschnitt bringt jede Frau 9 Kinder zur Welt, von denen viele vor dem 2. Lebensjahr sterben. Fast jede 10. Frau stirbt im Kindbett.
Nirgends auf der Erde gibt es eine so hohe Konzentration von über 7000 m hohen Bergen auf so engem Raum. Die durchschnittliche Höhe Baltistans beträgt 4700m, der tiefste Punkt liegt auf etwa 2000m. Die Wildheit und Steilheit des Geländes machen den Karakorum für den Massentourismus ungeeignet, doch dafür bietet das Gebirge für Trekker und Bergsteiger  unendliche Möglichkeiten. Die Bergwelt Baltistans mit ihren majestätischen Gipfeln, steilen Granittürmen, von Blumenwiesen bedeckten Hängen und langen Gletschern ist einzigartig und überwältigend in ihrer bizarren Schönheit.

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Die Bewohner Baltistans, die Baltis,  beeindrucken den Besucher mit ihrer Gastfreundschaft. Sie sind sanftmütig und friedfertig und strahlen eine durch nichts zu erschütternde Ruhe und einen fröhlichen Gleichmut aus.  Gewalt gegen Touristen ist in Baltistan unvorstellbar.
 

Zugang

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Ausgangsorte für alle Trekkings und Expeditionen in den Northern Areas sind Skardu oder Gilgit. Zwischen Islamabad und Skardu bzw. Gilgit gibt es eine tägliche Flugverbindung, allerdings fliegen die Maschinen nur bei gutem Wetter. Manchmal wird ein Flug auch wegen Mangels an Passagieren abgesagt. Der Flug kostet zur Zeit (einfach) etwa 60 Euro, dauert knapp 45 Minuten und ist wirklich  eindrucksvoll, denn man fliegt ganz nah am Nanga Parbat vorbei und hat einen Blick auf die gesamte Karakorum-Kette.
Die zweite Möglichkeit, nach Skardu bzw. Gilgit zu gelangen, ist per Bus auf dem Karakorum Highway. Die gesamte Fahrt (ohne Pause) dauert bis Skardu etwa 20 Stunden, bis Gilgit etwas  weniger,  und führt entlang des Indus durch eine großartige Landschaft. Für Touristen empfiehlt es sich, ein Fahrzeug zu mieten, es ist aber selbstverständlich auch möglich, lokale Transportmittel zu benutzen.
Man kann Nordpakistan auch von Norden her erreichen, indem man etwa einen Flughafen in Ostturkestan (China) oder Tadschiksitan anfliegt und dann über den Karakorum Highway und den Khunjerab Pass fährt.

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Man sollte bedenken, dass es wegen schlechten Wetters und/oder Erdrutschen zu Verzögerungen kommen kann.


Trekkingsaison
Die beste Zeit für Trekking-Touren und Expeditionen ist Juni – September (im Karakorum herrscht kein Monsunklima).
Alle Trekkings, die nicht in höhrere Lagen führen, sind von Mai bis Oktober möglich.
Kulturreisen und Jeep-Safaris sind theoretisch ganzjährig möglich, aber im Winter wegen der großen Kälte nicht ratsam.


Zeitbedarf
Für eine Trekking-Tour im Karakorum sollten mindestens drei Wochen eingeplant werden. Da ein Flug von und nach Skardu nur bei schönem Wetter möglich ist und der Karakorum Highway nicht selten wegen Erdrutschen unpassierbar ist, wäre eine Zeitreserve von einigen Tagen ratsam.


Gipfelgebühren
Gipfel-Permits 2007
Um den seit September 2001 stark zurückgegangenen Tourismus im Karakorum zu fördern, gelten weiterhin die um die Hälfte reduzierten Gipfelgebühren.
 
K 2:
6 000 US $ / 7 Teilnehmer -  1 000 US $ für jeden weiteren Teilnehmer 

8001 – 8500 m: 4 500 $ - 750 $

7501 – 8000 m: 2 000 $ - 250 $

7001 – 7500 m: 1 250 $ - 250 $

6500 – 7000 m: 750 $ - 100 $

Für Gipfel unter 6500 m ist kein Permit nötig.
Stand 2007.


Sicherheitslage
Hinweise zur Sicherheitslage in Nordpakistan
Wie in vielen Gegenden der Welt gibt es in Pakistan „no-go-areas“, insbesondere für Ausländer. In den großen Städten, vor allem in Karachi, gibt es bisweilen Anschläge, und in den Stammesgebieten entlang der Grenze zu Afghanistan kommt es immer wieder zu Unruhen. Gelegentlich brechen religiöse Konflikte aus, unter anderem auch in Gilgit (ca 200 km westlich von Skardu) sowie in der Gegend um Chilas (ca 300 km südlich von Skardu, am Karakorum Highway), von denen allerdings Touristen nicht betroffen sind.
Prinzipiell kann man aber sagen, dass das Gebiet um Skardu von Anschlägen, Unruhen und religiösen Konflikten nicht betroffen ist: Baltistan ist für Besucher sicher! Es gibt auch unter der einheimischen Bevölkerung kaum Gewalttaten – so ist z.B. das Gefängnis in Skardu praktisch immer leer. Dies hat wohl auch mit der Kultur der Baltis zu tun, für die Friedfertigkeit und Gastfreundschaft zu den höchsten Werten gehören.
Baltistan ist außerdem nur durch eine einzige Straße mit der Außenwelt verbunden, auf der die Sicherheitskontrollen sehr intensiv sind. Ansonsten ist das Gebiet durch die hohen Berge vom Rest Pakistans – und damit auch von den nicht ganz sicheren Gebieten - abgeschirmt ist.
In den landesspezifischen Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts (Stand: 29.3.2007) heißt es: "In den nördlichen Landesteilen versuchen oft von außen kommende Kräfte, latente Konflikte zwischen Shia- und Sunnigruppen auszunutzen. Westliche Ausländer sind nicht Ziel der streitenden Gruppen, sind aber bei Ausschreitungen gefährdet. Zentrum der Spannungen zwischen den sunnitischen und schiitischen Bevölkerungsgruppen ist Gilgit. Hunza, Baltistan (Skardu) und das Nanga Parbat-Gebiet sind ruhig."
(www.auswaertiges-amt.de)


Hochträger
Ein Hochträger bekommt 600 US $ für Ausrüstung (falls ihm diese nicht zur Verfügung gestellt wird) und je nach Qualifikation zwischen 1200 und 1500 Rupies (1000 Rupies = ca 15 Euro) pro Tag, und zwar gerechnet ab und bis Skardu.
Wir können die besten und erfahrensten Hochträger Baltistans vermitteln. Einige von ihnen standen auf dem Gipfel des K 2, jeder von ihnen war mindestens einmal am Broad Peak, Gasherbrum I, Gasherbrum II und / oder Nanga Parbat erfolgreich.
Die derzeit besten Balti-Hochträger stammen aus dem Dorf Satpara sowie aus der Gegend um Khapulu.